Alle Jahre wieder...

Ein Lied wider die Weihnachtsmästerei

Advent, Advent ein Lichtlein brennt, erst eins, dann zwei…- für so manchen sind hier nicht die Kerzen gemeint sondern imaginäre Alarmlämpchen auf der Waage. Spätestens mit dem Geglitzer und Geklingel in den Geschäften und Straßen kommt auch die Flut an Einladungen: zum Ganslessen, zu Weihnachtsfeiern, zum Glühweintrinken und Kekskosten,…

Über die erste freut man sich richtig, die zweite ist noch schön, doch spätestens beim dritten Festmahl dämmert einem, dass dies erst die Aufwärmrunden sind für das finale Marathonessen zwischen Weihnachten und Neujahr.
Es ist wohl kaum die Solidarität mit den Gänsen, Enten und Karpfen, aus der wir einander in der Zeit der roten Plüschmäntel vollstopfen. Doch natürlich geschieht dies alles nur aus Liebe, alles ist nur gut gemeint. So nett manche Einladung, manch ein Wiedersehen auch ist, wenn nur nicht jede/r das Bedürfnis hätte, der noch bessere und noch großzügigere Gastgeber zu sein. Der Unterschied zwischen Qualität und Quantität spricht sich zwar langsam herum – bei allen ist die Botschaft jedoch noch längst nicht angekommen.
Freilich sei jedem vergönnt, aufs Feierlichste aufzutischen und zu speisen - und auch einmal etwas über die Stränge zu schlagen. Doch glauben Sie: auch das beste Essen kann zur Qual werden, wenn es einfach viel zu viel ist.
Hier ein paar Tipps, wie Sie sich und anderen weder Magenschmerzen noch überflüssige Kilos zu Weihnachten schenken:

Auf die Größe kommt es an

Ob selbst gekocht oder aus der Restaurantküche: die Nouvelle Cuisine hat der Hausmannskost in der Regel eines voraus: vernünftige Portionsgrößen. So schmecken wirklich alle Gänge von der Vorspeise bis zum Dessert.
Natürlich kann man aber auch Traditionelles bekömmlich servieren. Zu deftigeren Speisen passt es wunderbar, diese erst am Tisch – und entsprechend den individuellen Wünschen- zu verteilen Fragen Sie nach: das geht nicht nur zu Hause- sondern auch im Restaurant!.
Aber Achtung: Der Vorteil dieser Variante wird schnell zum Nachteil, wenn Hinweise wie „Danke, das ist schon genug.“- mit einem „Ah, geh! A bissl was nu…“ übergangen werden.
Ein Buffet bereitet als fleischgewordene Selbstbestimmung dementsprechend immer wieder große Freude. Man nimmt das, was einem wirklich schmeckt, kann aber auch Neues probieren und vor allem: man kann aufhören, wann man will.

Wie süß

Kekse sind eine tolle Erfindung: kleine Happen, die sich gut portionieren lassen. Wenn Sie allerdings schon Wochen vor dem Fest alle zwei Meter eine Labestation aufbauen und jede halbe Stunde einmal zugreifen, können Sie auch gleich täglich zwei Stück Cremetorte zum Frühstück verspeisen.
Und: Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne den Duft von frisch geschälten Orangen und Mandarinen, ohne das Knacken von Nüssen und Maroni – oder warmes, knuspriges Kletzenbrot? Es gibt auch herrlich gesunde Naschereien, die zwar auch oft einige Kalorien in sich haben, aber dazu zumindest noch ein paar Vitamine und Spurenelemente!

Hauptsache Nebensachen


Und für den Fall, dass der Jahresendstand doch wieder höher ausfällt als erwartet, verzweifeln Sie nicht! Wir widmen uns nächstes Mal dem Neuanfang mit Guten Vorsätzen....

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